Radtypen - eine Übersicht

Moderne Mountainbikes verfügen über mindestens eine Federung in der Gabel und breite Reifen
(28 – 80 mm) mit groben Profil, um bei Fahrten im Gelände einen guten Halt zu gewährleisten.
Die Federungen sind häufig per Schalter aktivierbar und über Stellschrauben oder Druckluft modifizierbar.
In vielen Fällen spielen bei der Auswahl eines geeigneten Modells für Gebirgsaufstiegfahrten ausreichend viele Gänge und eine per Daumenschalter verstellbare Sattelstütze zur raschen Körperschwerpunktsverlagerung für eine günstige Kraftübertragung und Gleichgewichtsbeherrschung eine Rolle. Häufig wird aus ästhetischen Gründen auf Schutzbleche verzichtet. Da MTBs besonders im Offroad Bereich zum Einsatz kommen, verfügen sie selten über eine verkehrssichere Ausstattung (Licht, Reflektoren, Klingel). MTBs unterscheiden sich vielfältig und bilden zahlreiche Subkategorien. (Hardtail, Fully, Enduro, XC, All Mountain, Fatbike, Dirtbike, Downhill, Cross)


Tourenräder verfügen über eine laufruhige stabile Rahmengeometrie, die in manchen Fällen mit Vorderradfederungen oder Federsattelstützen ausgestattet ist. Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck und Trinkflaschen stehen bei der Ausstattung neben einem durchschnittlich breiten Reifenprofil (2 – 4 cm) im Vordergrund. Lenkerhörner und spezielle Lenker Erweiterungen bieten variable Handablageflächen, um abwechslungsreiche Haltungen auf längeren Touren zu ermöglichen. Diese Art von Rädern wird sowohl mit Nabenschaltungen, Kettenschaltungen als auch Getriebeschlatungen konstruiert. In hochwertigen Rädern wird ein Nabendynamo samt Beleuchtung und in manchen Fällen eine Möglichkeit zum Laden des Mobiltelefons verbaut. Ein stabiler Ein-/ oder Zweibeinständer bietet dem Rad auch bepackt im Stand genügend Halt. ATB (All Terrain Bike) ist neben Hybridbike eine weitere Bezeichnung für diese Fahrradkategorie.

Cityräder eignen sich für kurze Wege innerhalb urbaner Regionen und verfügen über eine verkehrssichere Ausstattung. Mit einer erhöhten Gangzahl (über 3 Gänge) und mittelerem Gewicht (ca. 11 – 13 kg) können Sie als fließender Übergang zum Tourenrad interpretiert werden, da sie häufig mit reisetauglichem Gepäckträger oder Lenkerkorb angeboten werden. Cityräder werden mit Kettenschaltungen und Nabenschaltungen ausgestattet, wobei Nabenschaltungen mit Rücktrittbremse häufiger verbaut werden. Beim Singlespeedbike oder auch sogennaten Fixie steht, wie in historischer Zeit, nur ein einziger Gang in der Hinterradnabe zur Verfügung. Außerdem verfügt es nach dem Motto „weniger ist mehr“ nur eine minimale Grundausstattung ohne Schutzbleche und in der Regel dünne Rennradreifen.


Lastenräder werden für den Transport von Gütern und Kindern verwendet. Sie können als Dreirad für Schwerlasten mit Tragewanne vor dem Lenker und zwei Vorderrädern oder Transpotfläche auf der Rückseite mit zwei Hinterrädern konzipiert sein. Am verbeitetsten sind Modelle mit einem verlängerten Lenkbügel unter einer schmalen Transportfläche über welchen nur ein einziges zweites Rad bedient wird. In vielen Fällen eignen sich Cargoräder auch als Reiseräder auf steigungsarmen Asphalt und Schotterwegen, da ihre Trägheit im hügeligen Gelände besonders gut genutzt werden kann. Einmal in Bewegung versetzt rollen sie mit nur wenig Mühe aus. Erweiterungen wie Metall-/, Kunstoff-/ oder Holztransportkisten, Regenverdecke, Sitze mit Gurten sind auf der Transportfläche verankerbar. In Zweiradcargoräder wird manchmal eine Federung vergebaut. Ein stabiler Zweibeinständer sichert die Ladung im Stand.


Für Personen mit einem besonderem Verständnis für Komfort, eignen sich Liegeräder, sowohl für urbane als auch für ausgedehnte Touren in ruralen Gegenden. Sie werden ohne Sattel konstruiert und eignen sich durch die tiefgelegte Sitzfläche auch für Fahrer mit empfindlichem Rücken und in der Ausführung mit Handkurbel auch für ein Ausdauertraining der Armpartien. Gefederte Liegeräder sind sehr geländetauglich und können mit MTB Reifen beispielsweise auch in Bikeparks zum Einsatz kommen. Mit dünnen Rennradreifen werden sie auch für Tempofahrten genutzt Liegetandems (Sitz-/ Liegekonstruktion oder 2-Sitzer) bilden als Fahrradtyp den Schnittpunkt zu Tandemräder.

Tandems können von zwei oder einer Vielzahl von Personen gleichzeitig gefahren werden, wobei nur der vorderste Fahrer den Lenker betätigt. Tandems können als Rennradversion, mit Federungen oder Gepäckträger die Eigenschaften eines Hybridrades teilen.

Wettkampf orientierte Konstruktionen wie das Rennrad werden möglichst leicht gebaut und besitzen einen für die aerodynamisch gesenkte Körperhaltung beim Fahren typisch zum Boden hin gebogenen Rennradlenker. Moderne Rennräder werden mit Schaltgriffhebeln bestückt. Dabei lassen sich durch Seitwertsbewegungen der Bremshebel die Gänge wechseln. Eine Vielzahl von Gängen ermöglichen Tempobergfahren auf asphaltierten Straßen. Rennradsubkategorien wie das Cyclocrossrad (CX Rad), Gravelbike, Bahnenrad, Fitnessrad oder Tirathlonrad bieten einen erweiterten Einsatzbereich des Rennrades, wobei alle Rennradarten ungefedert, häufig mit Klickpedale zur Verbesserung des Antriebs mit zwei zusätzlichen Zugphasen beim Pedalieren versehen sind. Klickpedale können wie viele weitere Fahrradtypspezifische Anbauten prinzipiell an jedem Fahrradtyp montiert werden. Dabei sollte jedoch immer auf die Kompatibilität und Fahrersicherheit geachtet werden. (Liegerad zb. nur magnetische Klickpedale)

Klappräder können zum Transport auf Reisen demontiert werden und haben kleinere Reifendurchmesser (16 – 26″) und eine geringe Anzahl von Gängen. Auch Liegeräder, Trikes, Cargo und Mountainbikes werden in Klappradversionen angeboten. Auf Langzeitreisen erweisen sich 26″ Reifen und eine erhöhte Gangzahl als vorteilhaft.
BMX, Bonanza, Hollandrad, Peterson, Cruiser, Einrad (Unicycle), Giraffe (Unicyclehochrad), Hochrad, Sesselrad, Gravity, Radballrad, Radpolorad, Kunstrad, Conferenzrad, Laufbandrad, Laufrad, Kinderdreirad, Velomobil, Trial, Freeride
Alle Zweiradtypen werden als Kinder, Knaben und Mädchenräder gebaut.
Alle Fahrradtypen können mit E-Motoren ausgestattet sein.